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| Der Begriff der Pädagogischen Diagnostik wurde zuerst im Zusammenhang mit Schulpädagogik erwähnt und durch die von derselben eingeführten selektionsdiagnostischen Sichtweise besetzt. Als wir Anfang der 90er begonnen haben uns mit der Verfahrensentwicklung für Förderpläne zu beschäftigen, haben wir dabei den von Bundschuh verwendeten Begriff der Förderdiagnostik zur deutlichen Abgrenzung von der traditionellen Pädagogischen Diagnostik bevorzugt. |
| Für LehrerInnen bisher (noch) besonders wichtig ist eben diese (traditionelle) pädagogische Diagnostik: |
| Pädagogische Diagnostik soll sowohl individuelles Lernen optimieren als auch im gesellschaftlichen Interesse Lernergebnisse feststellen und den Übergang in verschiedene Lerngruppen, Kurse oder Bildungswege nach vorgegebenen Kriterien verbessern. Zur Erreichung dieser Ziele werden diagnostische Tätigkeiten ausgeübt, mit deren Hilfe bei Individuen und den in einer Gruppe Lernenden Voraussetzungen und Bedingungen planmäßiger Lehr- und Lernprozesse ermittelt, Lernprozesse analysiert und Lernergebnisse festgestellt werden. Unter diagnostischer Tätigkeit wird dabei ein Vorgehen verstanden, in dem unter Beachtung wissenschaftlicher Gütekriterien beobachtet und befragt wird, die Beobachtungs- und Befragungsergebnisse interpretiert und mitgeteilt werden, um ein Verhalten zu beschreiben und/oder die Gründe für dieses Verhalten zu erläutern und/oder künftiges Verhalten vorherzusagen. |
| Als Bereiche seien genannt: Schulleistungsdiagnostik, Entwicklung-, Intelligenz- und Eignungsdiagnostik. Die Methoden sind Beobachtung, Befragung und Tests. |
| Inzwischen ist der Begriff der "Pädagogischen Diagnostik" - vorallem wohl durch das "Institut für Pädagogische Diagnostik" in einem anderen Zusammenhang als Schule und mit einem hermeneutischen Selbstverständnis eingeführt worden, und wird dort von der Jugendhilfe in dieser erweiterten Form angenommen. Es ist zu vermuten (und zu wünschen), daß dies die Fachdiskussion zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Begegnung und Austausch anregt, in der die Standards sich konstruktiv ergänzen dürfen. |
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Das Institut für Pädagogische Diagnostik arbeitet im Rahmen des "Erziehungshilfe e.V." |
Bitte senden Sie Ihre Kommentare an Thomas Piruzgar-Merkle. Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am 28.08.00.