Familienintensivtraining (Fit) © 
 


Inhalt:

Zielgruppe
Arbeitsansatz
Themenkreise
Veranstaltungsform
Veranstaltungsort                                                
Bild vom Trainingszentrum in Santa Pola____________http://www.familienhilfe.net/supervision
Terminabsprachen
TrainerInnen
Veranstalter
Teilnahmebedingungen


Zielgruppe

(Familien-)Systeme die aufgrund äußerer oder innerer Belastungen nicht mehr in der Lage sind, den gemeinsamen Alltag zu meistern. Oft sind in der Familie ein oder mehrere Mitglieder zu Symptomträgern geworden und haben Probleme (z.B. Sucht, Delinquenz, Totalverweigerung), psychische Erkrankungen (z.B. Neurosen, Phobien, etc.) oder somatische Insuffizienzen (z.B. Enuresis, Anorexie, Allergien, etc.). Häufig erscheint eine Herausnahme der Symptomträger aus dem System unausweichlich.
hoch.gif


Arbeitsansatz

Das Training bietet einen Rahmen zur grundlegenden Klärung der Situation, der Aufgaben, der Wünsche, der neuen Ziele, der zur Verfügung stehenden Wege, Mittel und Fähigkeiten aller Beteiligten.
Aufbauend auf den von den TeilnehmerInnen eingebrachten Fragestellungen und Ressourcen werden menschliche und fachliche Fähigkeiten erprobt, ergänzt, erweitert. Bisherige Aufgabenverteilungen werden auf ihre Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls neue Entwürfe erarbeitet.
Sofern die Familie sich dabei als geeignete Form des weiteren (Zusammen-) Lebens bestätigt, lernt sie dann, sich als Quelle zu gegenseitiger Anregung und Unterstützung, als Forum zur individuellen und gemeinschaftlichen Neuorganisation zu erleben, als Ort für Erholung, Kreativität und Mut.
Die Trainer stellen sich mit ihrem Fachwissen koordinierend und regulierend der Familie zur Verfügung. Ziel ist eine Verbesserung der Selbstorganisation im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe, Erweiterung der Kompetenz und Freude für die Aufgabenbewältigung.


Themenkreise

Selbstmanagement
z.B.: Entspannung, Konzentration, Kreativitätsstrategien, Ressourcenaktivierung, Selbstregeneration, Handlungseffektivierung, Ausbalancierung der Wahrnehmungskanäle, Ausbalancieren der Metaprogramme, Logische Ebenen, Zeitwahrnehmung.

Kommunikative Kompetenz
z.B.: Wahrnehmungsübungen, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, erweitertes Feedbackmodell, Kommunikationsstrategien, Rapport, Kalibrieren, Pacing und Leading, Wohlgeformte Zieldefinition, Schule des Wünschens.

Systemische Sichtweisen
z.B.: Grundüberzeugungen, Menschenbild, Zielorientierung versus Problemorientierung, Funktionalität von Störungen, ökologischer Gehalt von Veränderungen, Universum als freundlicher Ort.

Teamarbeit
z.B.: Hierarchie und Partnerschaft, Arbeitsteilung, Spezialisierung, Rationalisierung, Bürokratisierung, Geschlechtsrollenstereotype, Familiensysteme - Ausflug in die Transaktionsanalyse, Paarpower.

Pädagogische Kompetenz
z.B.: Gruppendynamik, funktionale und intentionale Ansätze, Veränderungskonzepte und Lernansätze, Wege zu Wahlmöglichkeiten und Handlungsalternativen.

Einzelarbeit
z.B.: Individueller Ansatz zum Modelling von Problemlösungsstrategien.

Selbsthilfe
z.B.: Kooperation und Vernetzung.


Veranstaltungsform

Die Gestaltung des Trainings ist im Anfangsstadium variabel und orientiert sich an den Voraussetzungen und Bedürfnissen des jeweiligen Systems. Bewährt hat sich die Aufteilung des Trainings in 3 größere Veranstaltungsblöcke von jeweils 14-tägiger Dauer. Trainiert wird täglich zwischen 4 und 6 Stunden. Die restliche Zeit steht den TrainerInnen zur Auswertung und Planung zur Verfügung. Die Blöcke sollten in einem Zeitraum von 8 bis 12 Monaten stattfinden können. Der Zeitraum von 12 Wochen zwischen den Trainingsblöcken soll zur Erprobung der neuen Fähigkeiten wie zur überprüfung der ökologie einer möglichen Veränderung dienen. Erwünscht ist die Veranstaltung vor Ort, d.h. möglichst in der Wohnung der TeilnehmerInnen oder in der unmittelbaren Umgebung. Dies erlaubt Beweglichkeit und Realismus in der Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten und eventuell vorhandener Zusammenhänge oder (übergeordneter) Strukturen. In einigen Fällen kann im Hinblick auf die spezielle Situation einer Familie  einem vorübergehenden Ortswechsel zugestimmt werden. Wir nutzen seit letztem Jahr mit einigem Erfolg unser  Trainingszentrum in Santa Pola ...

Bild vom Trainingszentrum in Santa Pola

... das sich inzwischen  in idealer Weise für die Trainingsarbeit mit kleinen Gruppen,  Kernteams  bewährt hat.  (Die Trainings sind in Santa Pola übrigens preiswerter anzubieten als ein Trainingseinsatz vor Ort.)


Terminabsprachen

Die Bewerbung um ein Familienintensivtraining (Fit) © ist von mindestens einem Familienmitglied formlos schriftlich einzureichen.
Ein Vorstellungstermin wird dann in Absprache mit dem zuständigen Kostenträger möglichst kurzfristig vereinbart. Bei diesem Termin sollten möglichst alle am System beteiligten Personen anwesend sein. Ein(e) Trainier(in) reist zum Termin an. Alle - die Seminarorganisation betreffenden - Fragen und daraus folgenden Regelungen werden bei dieser Gelegenheit geklärt und vereinbart.
Der Beginn mit der ersten Trainingseinheit soll möglichst kurzfristig stattfinden.


TrainerInnen

Die Familienintensivtrainings (Fit) © werden jeweils von einem Trainer und einer Co-Trainerin (eventuell auch Trainerin und Co-Trainer) durchgeführt. Ein TrainerInnenwechsel während eines laufenden Programms ist nicht vorgesehen.
Alle TrainerInnen verfügen über eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung, berufliche Praxis und Erfahrung im Einsatz von managementbezogenen, systemorientierten und kurzzeittherapeutischen Verfahren. Sie haben in diesem Bereich mindestens eine einschlägige Zusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen und besitzen mindestens den Ausbildungsstand eines NLP - Master- Practitioner der DGNLP.
NLP (Neurolinguistisches Programmieren) hat seine Wurzeln in der Arbeit von erfolgreichen Therapeuten wie Fritz Perls, Virginia Satir , Milton Erickson, Kommunikationswissenschaftlern wie Paul Watzlawick, Gregory Bateson, Robert Dilts und vielen anderen. Entstanden ist daraus ein zielorientierter und systembezogener Trainingsansatz, der es erlaubt, in kurzer Zeit neue Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, zu erproben und dann zur Anwendung zu bringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Ausgewogenheit möglicher Veränderungen.
Die Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe e.V. koordiniert einen Pool von Trainern und Trainerinnen im süddeutschen Raum, die bereit und in der Lage sind auf Honorarbasis die Trainings meist kurzfristig und möglichst regional zu verwirklichen.


Über die Veranstalter

Das Familienintensivtraining (Fit) © wurde mit Einführung des neuen KJHG (1991) in privater Initiative von Dipl.-Päd. Thomas Piruzgar-Merkle entwickelt und in Zusammenarbeit von mehreren TrainerInnen im Bundesgebiet unter dem Arbeitstitel Institut zur Entwicklung von Lebensperspektiven erprobt. Es ist inzwischen ein ausgereiftes und kostensparend anwendbares Verfahren, das sich bestens bewährt hat. Die Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe e.V. macht das Angebot unter ihrer Trägerschaft der Jugendhilfe überregional zugänglich.


Teilnahmebedingungen

Die TeilnehmerInnen tragen den Anteil der Kosten selbst, der ihnen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation zuzumuten ist. In den meisten Fällen werden betroffene Familien zur Durchführung eines Trainings finanzielle Ansprüche aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, dem Bundessozialhilfegesetz oder gegenüber ihrer Krankenkasse anmelden müssen und die entsprechende Unterstützung beantragen. Mit dem jeweiligen Kostenträger gemeinsam ist spätestens im Rahmen des Vorstellungsgespräches ein Hilfeplan zu erstellen. Abgerechnet wird zwischen Kostenträger und der Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe e.V.. Die Kostenzusage muß der Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe e.V. spätestens 3 Arbeitstage vor Beginn der Maßnahme vorliegen.
Wir wünschen uns von den TeilnehmerInnen die Bereitschaft zur aktiven und regelmäßigen Teilnahme. Dies kann auch inhaltliche Vor- und Nachbereitung bedeuten.
Das Familienintensivtraining (Fit) © ist ein Bildungsangebot zur Neuorientierung und Organisation. Es ist keine Therapie und kann eine solche nicht ersetzen. Jede(r) TeilnehmerIn ist somit selbst verantwortlich innerhalb und außerhalb der Seminare und stellt damit die TrainerInnen und die Veranstalter frei von jeglicher Haftung.


Fort- und Weiterbildung

Inzwischen findet unter der Traegerschaft der Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe e.V. ein umfangreiches Angebot zur professionellen Fort- und Weiterbildung statt..
Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang auch die Homepage unseres "TrainerInnen-Pools" unter dem Titel Supervision http://www.familienhilfe.net/supervision.